Die andere Heimat – Kevin Costner
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Beruhend auf dem Geschehen der Jahre 1842 bis 1845 und die damalige Welle von Auswanderungen aus dem Hunsrück nach Brasilien, womit sich unter anderem auch der Regisseur Edgar Reitz gründlich befasst hat, bin ich durch Zufall auf die Familiengeschichte Kevin Costners gestoßen. Kevin Costners sechsfacher Urgroßvater war Georg Adam Kastner (geboren 1709, gestorben 1767). Er wanderte Mitte des 18. Jahrhunderts (im Jahr 1748) von Edenkoben aus in die damaligen britischen Kolonien nach Nordamerika aus.

Nach dem extrem harten Winter 1709 setzte eine große Pfälzer Massenauswanderung (unter anderem über London/Greenwich in die britischen Kolonien Nordamerikas) ein, die von den Landesherren zeitweise durch Verbote einzudämmen versucht wurde. Als Teil der Kurpfalz und der Pfalz war Edenkoben direkt von diesen europaweiten Migrationsbewegungen („Palatines“) betroffen

Erst in Amerika wurde aus dem ursprünglichen deutschen Nachnamen Kastner der Name Costner.

Der Schauspieler Kevin Costner hat also direkte familiäre Wurzeln in Edenkoben in der Pfalz. Schon der Vater von Georg Adam Kastner, Andreas Kastner (1667–1737), war in Edenkoben ansässig und heiratete dort im Jahr 1696.

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Über das Filmwerk „die andere Heimat“ von Edgar Reitz habe ich ja schon mal etwas geschrieben

Hunderttausende wurden über wenige Jahrzehnten aus Südwestdeutschland hinausgespült, bevor die Industrialisierung die Massen verarmter Landbevölkerung schluckte. An dieses oft vergessene Kapitel deutscher und europäischer Geschichte zu erinnern ist nicht das geringste Verdienst der vierten ‚Heimat‘.“

Als Drehort wählte Edgar Reitz die schon aus den anderen Heimat-Staffeln bekannte Schmiede im Hunsrück-Dorf Gehlweiler. Reitz entschied sich ganz bewusst, den Film wieder in einem echten Dorf zu drehen und nicht in einer reinen Kulisse.

Das Dorf liegt zwar 100 Kilometer weiter nördlich entfernt von Edenkoben, aber es bleibt das Pfälzer Land, in dem einst die „Kastner Sippe“ beheimatet war.

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Wenn ihr noch mehr darüber erfahren möchtet, so findet ihr auch hierzu einen Beitrag im Kommentar: „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“.

Dort findet ihr auch ein paar Zeilen zum Lied: „das stolze Schiff“. Es erzählt von der Überfahrt und wirft einen kritischen Blick auf die Ursachen der Massenauswanderung:

„Ein stolzes Schiff streicht einsam durch die Wellen

Und führt uns uns’re deutschen Brüder fort.

Die Fahne weht, die weißen Segel schwellen,

Amerika ist der Bestimmungsort.“

Sollte sich der Link nicht öffnen lassen, kopiert ihn einfach in euren Browser. Dann klappt es.

Danke für eure Müh` und fürs Lesen. 😊

Quelle: Facebook

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