Was geschah am 8. Oktober 1990?
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Was geschah am 8. Oktober 1990?

Bevor wir diese Frage beantworten, blicken wir zurück, auf den gestrigen Tag:

Der 7. Oktober: Ein Tag der nachhallt, so konnte man es gestern überall lesen, zahlreiche Gedenkfeiern fanden statt, viele Vertreter ALLER Parteien waren zugegen und übten sich im „Gedenken“.an die schrecklichen Vorgänge des 7. Oktober 2023.

Ich habe die drei Jahre mal zurückgespult. Damals führte Frau Hayali ein Interview mit dem palästinensischen Botschafter Salah Abdel-Shafi, Das hatte mich an dem „Meinungsaustausch“ damals geärgert: Frau Hayali fiel dem Botschafter immer wieder ins Wort und ließ keine andere Meinung zu.

„Es war am 18. Oktober 2023, und im „Moma“ kurz nach sieben Uhr wurde Moderatorin Dunja Hayali der palästinensische Botschafter in Österreich, Salah Abdel-Shafi, zugeschaltet. Ob er sich von der Terrororganisation und dem Terror der Hamas distanziere? Antwort: „Terror kommt von Seiten Israels.“ Und: „Ich wundere mich über Ihre Einseitigkeit, nach so einem schrecklichen Massaker, Gemetzel, gestern sprechen Sie noch über Terror, ohne Israel zu nennen?“ Ungeachtet der Tatsache, dass es zu diesem Zeitpunkt keine gesicherte Fakten zu dem Klinikbeschuss gab, legte der Botschafter nach, warf der 49-Jährigen die Verbreitung von Fake News – getötete Babys in einem israelischen Kibbuz – vor. Und erneut: „Hören Sie auf mit Ihrer Einseitigkeit.“

Mehrfach wiederholte die Journalistin die Frage, ob sich der Botschafter von der Hamas oder wenigstens von dem Terrorakt vom 7. Oktober distanziere. Erst daraufhin sagte Abdel-Shafi, man verurteile jegliche Angriffe auf Zivilisten, sie seien gegen das Völkerrecht. Doch dann: Man muss das innerhalb eines Kontexts sehen. Und dieser Kontext ist 56 Jahre Besatzung, 15 Jahre Blockade des Gazastreifens, Siedlungsbau, Verhaftungen, mehr als 5000 politische Häftlinge.«

Nach etwa acht weiteren Minuten beendete Hayali das Gespräch mit Hinweis auf die Zeit – und bedankte sich. ( Auszug aus: ovb- heimatzeitungen. de/tele/ 2023/10/18/ eklat-im-morgenmagazin)

»Zu den getöteten Babys in einem israelischen Kibbuz“: Soweit bekannt (mit Datum vom 16.10.2023), ruderte die israelische „Horrorberichterstatterin“ Nicole Zedek zurück. Die Journalistin hat die Behauptung zurückgenommen, dass 40 Babys in Gaza geköpft wurden, und erklärte, dass sie nicht einmal Zeuge der angeblichen Greueltaten gewesen sei.

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„Je blutrünstiger die Berichterstattung, desto höher die Garantie auf erwünschte Wahrnehmung“ – siehe auch Beitrag im Kommentar zur „Greuellüge)

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Da wir heute den 8. Oktober schreiben, erinnern wir uns auch an schießwütige israelische Polizisten auf dem Tempelberg in Jerusalem und verbitterte Araber in den besetzten Gebieten.

Was geschah am 8. Oktober 1990?

Die extremistische jüdische Gruppe „Tempelberg-Getreue“ (Temple Mount Faithful) hatte angekündigt, am jüdischen Laubhüttenfest (Sukkot) auf dem Tempelberg den Grundstein für einen Dritten Tempel zu legen.

Auf dem Tempelberg versammelten sich daraufhin tausende palästinensische Muslime. Es kam zu heftigen Tumulten: Steine, Flaschen und Gegenstände wurden von der Anhöhe auf die jüdischen Gläubigen hinabgeworfen,

Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Gummigeschosse und schließlich massiv scharfe Munition ein.

• Bei den darauffolgenden Gefechten wurden laut offiziellen Berichten zwischen 17 und 21 Palästinenser getötet und über 150 verletzt. Auf israelischer Seite wurden mehr als 20 Zivilisten und Polizisten verletzt.

Der Vorfall löste damals weltweite Empörung aus. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte das Vorgehen der israelischen Sicherheitskräfte in den Resolutionen 672 und 673 scharf. Die israelische Regierung wies die UN-Kritik und eine geplante Untersuchungskommission der Vereinten Nationen jedoch als Einmischung in innere Angelegenheiten zurück.

Siehe auch ISTGH (Beitrag dazu im Kommentar)

Es gab keine klaren Befehle. Einige der Polizisten, von Dutzenden Moslems umringt, schossen aus kürzester Entfernung. »Wir kämpften um unser Leben«, behauptete ein anderer Offizier.

Die Moslems rannten um ihr Leben. Zu Hunderten suchten sie Zuflucht in den Moscheen oder flohen durch die engen Gassen der Altstadt. Am Ende der Auseinandersetzungen waren 21 Palästinenser tot, 140 verletzt. Erstmals seit der Eroberung der Altstadt von Jerusalem durch Israel 1967 wurde der Tempelberg vorübergehend gesperrt.

Die Schreckensnachricht von dem Massaker an heiligem Ort verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Land. Da suchten die Palästinenser, durch 23 Jahre israelischer Besetzung gedemütigt und in fast drei Jahren Intifada mit über 750 Toten ihrem politischen Ziel, der staatlichen Unabhängigkeit, nicht nähergekommen, massenhaft Zuflucht (Zitat Spiegel)

In Tunis, dem Sitz der Palästinensischen Befreiungsfront (PLO) verurteilte PLO-Sprecher Abu Scharif das Blutbad und gab den Israelis die Schuld daran. Die Palästinenser seien „durch Berichte, dass fanatische Juden auf dem Tempelberg eine Gebetsstätte einrichten wollten, provoziert worden“. Scharif, der von rund 1.000 Verletzten als Folge der Vorfälle an der Klagemauer sprach, forderte ferner den Weltsicherheitsrat auf, umgehend Maßnahmen zum Schutz der Palästinenser und mit dem Ziel des Rückzugs Israels aus den besetzten Gebieten zu veranlassen.

»Da Jerusalem Israels Raison d“etre ist, würde seine Aufgabe der Anfang vom Ende Israels sein«, schrieb die britische Times dieser Tage (im Jahre 1990). So formulierte der Knesset-Abgeordnete und Reserve-General Rechawam Seewi seinen rabiaten Ratschlag: »Frieden wird es nur geben, wenn wir alle Araber des Landes verweisen«

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Und wir erinnern uns an die Balfour-Deklaration.

Diese war ein offizieller Brief des britischen Außenministers Arthur Balfour vom 2. November 1917 an Lord Walter Rothschild, der die Unterstützung der britischen Regierung für die Errichtung einer „nationalen Heimstätte“ für das jüdische Volk in Palästina ausdrückte.

Die Region war dazumal ein Teil des Osmanischen Reiches. Die Bewohner waren Untertanen des Sultans. Sprache, Sitten und Traditionen der arabischen Bevölkerung prägten das alltägliche Leben in der Region.

Auch zu Anfang des 20. Jahrhunderts bildeten Araber die große Mehrheit. Rund 90 Prozent der Bewohner waren arabischsprachig. Die Mehrheit davon waren Muslime (ca. 80 Prozent), ergänzt durch eine christliche Minderheit (ca. 10 Prozent). Es gab bereits eine ansässige jüdische Minderheit, deren Anteil vor Beginn der verstärkten zionistischen Einwanderung im späten 19. Jahrhundert deutlich kleiner war.

Der moderne nationale Begriff „Palästinenser“ für die arabische Bevölkerung etablierte sich erst im Laufe des 20. Jahrhunderts. Rechtlich galten nach dem Ersten Weltkrieg unter britischer Mandatsherrschaft alle Bewohner als Palästinenser.

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Das o,g, Interview und die Berichte dazu sind (ID: 1942388) ist am 19.10.2023 in folgenden Ausgaben erschienen: Mühldorfer Anzeiger (Seite 35), Wasserburger Zeitung (Seite 35), Mangfall-Bote (Seite 35), Chiemgau-Zeitung (Seite 35), Oberbayerisches Volksblatt (Seite 35), Waldkraiburger Nachrichten (Seite 35), Neumarkter Anzeiger (Seite 35).

weitere Quellen: „Ein Sarajevo in Nahost“ 14.10.1990, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 42/1990

Gewalt in Jalud (aktuelle Nachrichten)

BBC: Israeli settlers attack West Bank village and block Palestinian family’s return home | Times of Israel: Netanyahu calls for book to be thrown at Jalud rioters

Recherchen zum 7. Oktober

The New York Times: Netanyahu is Said to Have Been Warned About Hamas Attack Before October 7th |

Wall Street Journal: Egypt Warned Netanyahu of Impending Attack on Israel Before Oct. 7

TheAtlantic: Egypt’s Warning to Israel |

AP: Netanyahu meets Emirati leader in a secret weekend trip to Abu Dhabi, and other Mideast developments |

Tagesschau: Wurde Israel von Ägypten vor Hamas-Überfall gewarnt?

Quelle des Textes: Facebook

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