Ein neuseeländischer Mann weigerte sich, im Ersten Weltkrieg zu kämpfen, weshalb seine eigene Regierung ihn festnahm, ihn heimlich Tausende von Kilometern von zu Hause fortschickte und ihn gegen seinen Willen an die Westfront transportierte. Als er sich noch immer weigerte, Soldat zu werden, wurde er im Rahmen einer Bestrafung, die Soldaten „die Kreuzigung“ nannten, an einen Pfahl gebunden.
Sein Name war Archibald Baxter, und selbst nach all dem, was man ihm angetan hatte, gelang es ihnen nicht, ihn zum Tragen eines Gewehrs zu zwingen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Archibald_Baxter

Archie wurde 1881 in der Nähe von Brighton, südlich von Dunedin, geboren. Er wuchs in einer Bauernfamilie auf und verbrachte einen Großteil seines frühen Lebens auf Höfen in der Region Otago. Es gab nichts besonders Ungewöhnliches an seinem Leben, aber Archie hielt an einer Überzeugung ganz besonders fest: Er glaubte fest daran, dass Krieg falsch sei.
Als der Erste Weltkrieg 1914 begann, meldeten sich Tausende neuseeländische Männer freiwillig für den Dienst im Ausland. Da der Krieg sich hinschleppte und immer mehr Männer gebraucht wurden, führte Neuseeland 1916 die Wehrpflicht ein.
Schließlich wurde auch Archie einberufen.
Er weigerte sich.
Es war nicht etwa so, dass Archie wollte, dass jemand anderes seinen Platz einnahm. Er war ein überzeugter Pazifist und glaubte, dass eine Teilnahme am Krieg gegen alles verstoßen würde, wofür er stand.
Diese Antwort war den Behörden nicht gut genug.
Archie wurde verhaftet und ins Gefängnis gesteckt, aber selbst das änderte seine Meinung nicht. Im Jahr 1917 ging die neuseeländische Regierung schließlich noch viel weiter.
Archie und eine Gruppe anderer Kriegsdienstverweigerer wurden an Bord eines Truppentransportschiffs gebracht und gegen ihren Willen ins Ausland geschickt.
Stellen Sie sich das für einen Moment vor.
Sie weigern sich, in den Krieg zu ziehen, werden dafür festgenommen, und dann setzt Ihr eigenes Land Sie einfach auf ein Schiff und bringt Sie trotzdem mitten in den Krieg.
Archie kam unter militärischer Befehlsspezifikation in Großbritannien an und wurde schließlich nach Frankreich geschickt. Offiziere befahlen ihm wiederholt, militärischen Anweisungen zu gehorchen, die Uniform zu tragen und die Pflichten eines Soldaten zu erfüllen.
Er weigerte sich weiterhin.
Daraufhin wurden die Bestrafungen noch viel härter.
Archie wurde der militärischen Strafe Field Punishment No. 1 unterworfen – eine Strafe, bei der ein Mann für bestimmte Zeiträume an ein festes Objekt gebunden werden konnte. Die Soldaten hatten ihr einen viel düstereren Spitznamen gegeben: „die Kreuzigung“.
Archie beschrieb später, wie seine Hände gebunden wurden und er im Freien an eine Konstruktion gefesselt dem Wetter ausgesetzt war.
Doch selbst danach weigerte er sich, seine Überzeugungen aufzugeben.
Die Behörden versuchten daraufhin, ihn gewaltsam an die Frontlinie zu treiben. Archie wurde gezwungen, Ausrüstung zu tragen, während er näher an die Kämpfe herangeführt wurde, wo das Artilleriefeuer zu hören war und die Realität der Westfront ihn umgab.
Sie schienen überzeugt zu sein, dass er irgendwann brechen würde.
Das tat er nicht.
Bis 1918 hatte sich sein Gesundheitszustand jedoch massiv verschlechtert. Archie wurde schließlich in ein Lazarett nach Großbritannien gebracht und später als medizinisch untauglich für den Militärdienst eingestuft.
Nach all dem, was geschehen war, durfte er schließlich nach Neuseeland zurückkehren.
Man könnte erwarten, dass eine solche Geschichte den Rest seines Lebens ruiniert hätte, aber Archie kehrte nach Otago zurück und arbeitete wieder in der Landwirtschaft. 1921 heiratete er Millicent Brown, und das Paar bekam zwei Söhne.
Einer dieser Jungen war James K. Baxter, der später zu einem der bekanntesten Dichter Neuseelands werden sollte.
Archie schrieb seine Erfahrungen schließlich in dem Buch We Will Not Cease nieder und hinterließ damit einen außergewöhnlichen Bericht darüber, was den neuseeländischen Kriegsdienstverweigerern im Ersten Weltkrieg widerfuhr.
Er starb 1970 im Alter von 88 Jahren.
Mehr als ein Jahrhundert, nachdem Archie an Bord dieses Truppentransporters gebracht wurde, bleibt seine Geschichte eines der unbequemsten Kapitel der neuseeländischen Kriegsgeschichte.
Tausende neuseeländische Soldaten bewiesen enormen Mut, indem sie ins Ausland gingen und unter Bedingungen kämpften, die sich die meisten von uns kaum vorstellen können. Archie Baxter glaubte, dass Mut bedeutete, sich überhaupt nicht daran zu beteiligen.
Seine Regierung nahm ihn fest, sperrte ihn ein, transportierte ihn ans andere Ende der Welt und bestrafte ihn in dem Versuch, diese Überzeugung zu ändern.
Das ist ihnen nie gelungen.
Ja, die Geschichte von Archibald Baxter ist ein beeindruckendes Zeugnis der Standhaftigkeit. Sein Buch We Will Not Cease gilt heute als Klassiker der pazifistischen Literatur.
Standhaftigkeit gegen enormen Gruppenzwang, staatliche Repression und physische Folter erfordert eine ganz eigene Form von moralischem Mut (moral courage), die oft schwerer aufzubringen ist als physischer Mut im Kampf.
A New Zealand man refused to fight in the First World War, so his own government arrested him,
secretly shipped him thousands of kilometres from home and sent him towards the Western Front against his will. When he still refused to become a soldier, he was tied to a post in a punishment soldiers called “the crucifixion.”
His name was Archibald Baxter, and somehow, after everything they put him through, they still couldn’t make him carry a rifle.
Archie was born near Brighton, south of Dunedin, in 1881. He grew up in a farming family and spent much of his early life working on farms around Otago. There was nothing particularly unusual about his life, but Archie held one belief incredibly strongly: he believed war was wrong.
When the First World War began in 1914, thousands of New Zealand men volunteered to serve overseas. As the war dragged on and more men were needed, New Zealand introduced military conscription in 1916.
Eventually, Archie was called up.
He refused.
It wasn’t because Archie wanted somebody else to take his place. He was a committed pacifist and believed that participating in war would go against everything he stood for.
That answer wasn’t good enough for the authorities.
Archie was arrested and imprisoned, but even that didn’t change his mind. Then, in 1917, the New Zealand government took things much further.
Archie and a group of other conscientious objectors were put aboard a troopship and sent overseas against their will.
Imagine that for a moment.
You refuse to go to war, you’re arrested for it, and then your own country simply puts you on a ship and takes you to the war anyway.
Archie arrived in Britain under military authority and was eventually sent to France. Officers repeatedly ordered him to obey military commands, wear the uniform and perform the duties expected of a soldier.
He continued refusing.
That was when the punishments became much harsher.
Archie was subjected to Field Punishment No. 1, a military punishment where a man could be restrained to a fixed object for periods of time. Soldiers had given it a much darker nickname: “the crucifixion.”
Archie later described having his hands bound and being tied to a structure outdoors while exposed to the weather.
Yet even after that, he refused to change his beliefs.
Authorities then tried forcing him towards the front line. Archie was made to carry equipment while being taken closer to the fighting, where artillery could be heard and the reality of the Western Front surrounded him.
They seemed convinced that eventually he would break.
He didn’t.
By 1918, however, his health had deteriorated badly. Archie was eventually sent to hospital in Britain and was later classified as medically unfit for military service.
After everything that had happened, he was finally sent home to New Zealand.
You might expect a story like that to have destroyed the rest of his life, but Archie returned to Otago and went back to farming. In 1921 he married Millicent Brown, and the couple eventually had two sons.
One of those boys was James K. Baxter, who would grow up to become one of New Zealand’s best-known poets.
Archie eventually wrote about his experiences in We Will Not Cease, leaving behind an extraordinary account of what happened to New Zealand conscientious objectors during the First World War.
He died in 1970 at the age of 88.
More than a century after Archie was put aboard that troopship, his story remains one of the more uncomfortable chapters of New Zealand’s wartime history.
Thousands of New Zealand soldiers showed enormous courage by going overseas and fighting in conditions most of us could barely imagine.
Archie Baxter believed courage meant refusing to participate at all.
His government arrested him, imprisoned him, transported him halfway around the world and punished him in an attempt to change that belief.
They never did.
Had you heard the story of Archibald Baxter before?
And do you think standing by his beliefs despite everything that happened to him took courage?
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