4916. Über Selbstregierung
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Anna Maria Riezinger

Über Selbstregierung
Übersetzung in die deutsche Muttersprache durch: Stephan-Christian. [ Der Freiheitschmied ]
Urheberrecht und Urheberanspruch und geschützter Handelsname im friedenstiftenden Landrecht.
Alle Rechte vorbehalten. Unter Vorbehalt. Für Aufklärung, Kompetenzerwerb und Weiterbildung im
für alle lebenden man/Männer und woman/Weiber/Frauen mit Eigenverantwortung offenen Bereich
(nicht für Human/Menschen oder andere Fiktionen oder Personen aka Masken, welche die
naturgegebenen Rechte und Gesetze durch irgendetwas davon Abweichendes ersetzen wollen!).
Die Weitergabe für den nicht kommerziellen Gebrauch ist ausdrücklich erwünscht.
Wie stets und überall gilt auch hier: glaube nichts, prüfe alles und behalte das Beste. Atme tief und
lebe im Wohl-Stand und in Harmonie.
Anna Maria:
Während wir oft von Selbstregierung sprechen und deutlich machen, dass die
Selbstregierung eines Landes mit der Selbstregierung des eigenen Lebens beginnt, scheint es
in der Welt wenig bewusstes Wissen darüber zu geben, was „Selbstregierung“ bedeuten
könnte.
Heute Morgen teilte einer unserer Leser, der sich zu Nachforschungen inspirieren ließ, diese
Worte über Selbstregierung von einem isländischen Schriftsteller mit, der Ende des 12.
Jahrhunderts lebte:
„Gewöhne dich an ein geschäftiges und waches Leben, aber nicht so, dass du der Gesundheit
durch Überanstrengung schadest.
Halte dich von der Traurigkeit fern, denn Traurigkeit ist eine Krankheit der Seele.
Sei freundlich und fröhlich, ausgeglichen und wandelbar (d.h. von leichtem Benehmen und
nicht steif).
Vermeide böses Reden, und gib deinen Rat dem, der ihn annehmen will.
Suche die Gesellschaft der besten Männer, Frauen, Menschen.
Hüte deine Zunge sorgfältig – sie kann dich ehren, aber auch verdammen.
Wenn du zornig wirst, sprich wenig, und das Wenige nicht heftig.

Menschen würden manchmal Gold geben, um ein leidenschaftliches Wort zurückzukaufen;
und ich kenne nichts, was die Einheit so sehr zerstört, wie der Austausch böser Worte,
besonders im Augenblick des Streits, und es gibt keine edlere, keine höhere Macht als die,
durch die ein Mann, ein Weib (eine Frau), ein Mensdch die Seinen vom Fluchen, Verleumden
und anderen törichten Reden abhalten kann.
Es gibt noch andere Dinge, die man meiden muss wie dern Teufel selbst – die sinnlichen
Ausschweifungen, Glücksspiele und andere Ungehörigkeiten und Laster. Sie sind die Wurzel
vieler schlimmerer Übel und werden dich, wenn du dich nicht sorgfältig darum kümmerst, in
große Schande und Sünde stürzen.“
Diese um 1100 geschriebenen Worte sind heute noch genauso wahr wie vor 900 Jahren. Der
Verfasser wäre sicher erstaunt, wenn er wüsste, dass wir nach so vielen Jahren und trotz der
vielen Veränderungen in der Welt immer noch von seiner Weisheit profitieren.
Die Natur des Menschen ändert sich nicht, und die inneren Herausforderungen, denen wir
uns stellen müssen, bleiben dieselben.
Wir alle haben das gemeinsame Bedürfnis, die Wahrheit zu erkennen und dem Leben mit
Mut und Ehre zu begegnen, was allein uns dauerhafte Befriedigung verschafft und uns
erlaubt, mit unserem Leben, unserem Handeln und unseren Mitmenschen in Frieden zu sein.
Wiederholt standen unsere Versammlungen vor Herausforderungen, weil einige von uns
(oder zwei oder drei) es versäumt haben, sich selbst zu leiten, und in Klatsch und
Spekulationen verfallen sind, oder gelogen haben, oder dem Drang nachgegeben haben, zu
schikanieren und ihre eigenen Meinungen zu vertreten.
In jedem Fall hat dies zur Zerstörung der Einheit und des Friedens geführt.
In selteneren Fällen haben Lust und Diebstahl Einzug gehalten, und sogar Gier nach Dingen
wie Geld und Macht über andere.
Die schlechten Gewohnheiten und falschen Annahmen des Nanny-Staats haben sich
eingeschlichen und die Bemühungen vieler Leute zunichte gemacht, da alte Muster von
autokratischer Macht, Dominanz und unternehmerischer Zweckmäßigkeit ihr hässliches
Haupt erhoben haben.
Lass die Worte dieses Isländers von vor 900 Jahren auf dich wirken. Die erste Hürde, vor der
wir stehen, wenn wir unser Land selbst regieren wollen, ist, uns selbst zu regieren.
Das sollten sich alle, die sich in der Versammlungsarbeit engagieren, zu Herzen nehmen. Ein
selbstverwaltetes Volk kann nur von selbstverwalteten Männern und Frauen gebildet
werden.
Unser Land kann nur so gut und so stark sein, wie wir uns selbst machen. Deshalb muss sich
jeder von uns von jenen Charakter- oder Wesensfehlern abwenden, die uns stören und uns
davon abhalten, unser Bestes zu geben.

Wir müssen die gedankenlose Angewohnheit aufgeben, unbedeutende Lügen zu erzählen,
die egoistischen Neigungen, die Feigheit, es nicht einmal zu versuchen, unsere Ungeduld,
unseren Drang zu schikanieren, unseren giftigen Stolz, der auf Unsicherheit beruht.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass ganze Generationen, sowohl frühere als auch
künftige, von uns abhängig sind, um die Dinge in Ordnung zu bringen, aber das ist eine
Aufgabe, bei der wir zuallererst uns selbst in Ordnung bringen müssen.
Welche schlechten Gewohnheiten, Probleme und Lasten wir auch immer mit uns
herumtragen, welche Vorurteile und Ängste wir auch immer haben, wir müssen diese Dinge
hinter uns lassen, damit wir als Individuen frei sind, um ein freies Land und eine freie Welt
aufzubauen.
Viele Königreiche sind gefallen, weil es an Männern und Weibern/Frauen fehlte, die an die
Strenge der Selbstregeierung gewöhnt waren, und viele Verluste, sowohl persönliche als
auch nationale, wurden aus demselben Grund erlitten.
Lasst uns alle die Worte eines Mannes beherzigen, der nie ein Automobil oder ein
Düsenflugzeug, eine Rolltreppe, eine U-Bahn oder einen Computer gesehen hat.
Wenn wir die Geschichte Revue passieren lassen, müssen wir leider feststellen, dass die
Gründerväter es versäumt haben, ihre Lektionen an ihre Söhne weiterzugeben, und dass sie
es versäumt haben, dieselbe Vision und Disziplin weiterzugeben, die sie selbst erworben
haben, so dass ihre eigenen Enkel ihre Arbeit brüskierten und verrieten ihre Sache und ihre
Errungenschaften auf Plattitüden reduzierten.
Dass wir vor der enormen Herausforderung stehen, uns von Täuschung und Kriminalität zu
erretten, ist eine direkte Folge des Versagens von Männern wie Ulysses S. Grant und William
H. Seward und Salmon P. Chase und ja, auch Abraham Lincoln, sich selbst zu regieren.
Stattdessen waren sie zweigeteilter Meinung und versuchten, die Vorteile der
Vetternwirtschaft und der Versklavung durch eine starre Gesellschaftsordnung zu nutzen und
gleichzeitig die Preise der Freiheit und der sozialen Gleichheit für sich zu beanspruchen.
Sie schafften es nicht, sich selbst zu beherrschen und sich über ihr Wesen und ihre Absichten
im Klaren zu sein und so verfielen sie jenem viel geringeren und niedrigeren Stand, in dem
sie sich der Herrschaft anderer Menschen unterwarfen.
Wir sind nicht ihre Erben, obwohl die Situation, der wir heute gegenüberstehen, uns wegen
ihnen und ihrem Versagen, uns selbst zu regieren, in den Schoß gefallen ist.
Es liegt nun an uns – jedem Einzelnen von uns –, in uns selbst jene Anmut des Charakters und
Wesens zu finden, die weder Kleinlichkeit noch Feigheit noch Verwirrung nachgibt, die
standhaft den stillen Zoll freier Menschen bezahlt und uns das Recht einräumt, standhaft und
gleichberechtigt zu stehen wie jeder andere.

Link zum englischen Original: http://annavonreitz.com/onselfgovernment.pdf
Du findest über 4900 weitere Beiträge von Anna von Reitz für die Aufklärung, den
Kompetenzerwerb, den Erhalt der Freiheit des/der Menschen und den Not-Wendenden
Bewusstseinswandel auf der originalen englischen Website von Anna von Reitz, die laufend
gepflegt ist von Paul Stramer unter der URL: www.annavonreitz.com
Zahlreiche weitere Übersetzungen der Beiträge von Anna von Reitz findest du auf dem
dafür bestimmten Telegram-Kanal des Übersetzers: https://t.me/freiheitschmied
American Peacetime-Flag, Amerikanische Friedenflagge:
Nähere Informationen dazu, siehe:
https://national-assembly.net/resources/handbook/the-united-states-civil-
flag-of-peacetime

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