Die Schandtat von Thale
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Die Schandtat von Thale …

Neues Hexendorf auf dem Hexentanzplatz eröffnet – das war genau vor zwei Jahren, am 25. September 2024.

Ich erinnere mich: Es war zum Haare raufen, nein, schlimmer: Es machte sprachlos: Hexen mit Hüten, entsprungen wie aus einem Disney-Film, Menschen, die von einer Attraktion zur nächsten eilen, gegessen wird griechisch… Nun möchte man meinen, das wäre die Beschreibung zu einem der unzähligen Freizeitparks Europas…, Nein, weit gefehlt. Dieses Bild stammt aus dem schönen Harz, einem Gebiet, dass über viele Jahrhunderte von Stämmen und Völkern zu Kultplätzen genutzt wurde, wo einst die Weiber tanzten und Sprüche murmelten, die einen Zauber in sich trugen.

… Heute geht es hier zu, wie auf einem Rummelplatz. Und wieder wurde deutsche Kulturgeschichte und eine wundervolle Tradition gelöscht.

Noch zu DDR Zeiten war das ein fabelhafter Ort inmitten herrlicher Natur, mystisch, die Treffen zur Walpurgisnacht bleiben unvergessen. Es war einmal….

Was bleibt, ist der Blick ins Familienalbum, zurück in eine Zeit, gefüllt mit Sagen und Legenden, nah des Ursprungs dieser wundervollen Region.

(siehe auch Beitrag im Kommentar)

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Hier, im Feuerland gibt es unzählige Höhlen, hier findet man derartig viele, kultmäßig geprägte Gelände und Berge, dass jedes andere Gebiet dahinter verblassen würde.

Die hauptsächlichen Kultplätze dienten der uralten Sonnenverehrung, die seit Tausenden von Jahren auf der ganzen Welt vorherrschte. Wie komme ich darauf: Etwa 270 v. u. Z. forschte der Wissenschaftler Ptolemaios in Alexandria und erstellte einen Weltatlas. Er hat hier am Nordharz in Germanien ein Gebiet verortet, das über viele Jahrhunderte von Stämmen und Völkern zu Kultplätzen genutzt wurde. Das Original ist inzwischen verschollen und die verbliebenen Kopien nicht alle gleich.

Im Zuge der „Umerziehung“ fragt kaum noch einer danach. Warum auch? Hier im Thingwald (groß) im Heerswald (Feuerland) treiben schreckliche Kreaturen ihr Unwesen. Gemeint sind nicht etwa die Hexen. Nein, diese Kreaturen, die ich meine, sind anders. Sie leben entfernt von allem Natürlichen und Urbanen, mit der Absicht andere Menschen ebenfalls immer weiter davon zu entfernen. Sie haben sich einer bestimmten Aufgabe verschrieben: der, des systematischen Auslöschens wertvoller Informationen. Seit Jahrhunderten schreitet dieses Vorhaben voran. Inzwischen errichten diese Kreaturen Windräder, mächtige Solarareale und unnütze Freizeitparks, sie vernichten alles was urban und natürlich ist, was Erinnerungen hervorrufen könnte.

Die gnadenlose Abholzung und das Vernichten ganzer Wälder tun ihr Übriges – es ist ein Graus.

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Doch wir vergessen nicht! In dieser Region, im wunderschönen Harz, mit seinen tiefen Wäldern und Mooren, den rauschenden Wildbächen und zerklüfteten Felsen, gibt es auch unzählige Höhlen, vielleicht eine Verbindung zu unserer Alten Welt? Sandsteinhöhlen (Börnecke), Wohnhöhlen Langenstein, Höhlen unter dem Regenstein, Höhlensystem Langenstein, die Höhlen in Rübeland, Volkmarskeller und Teufelsloch.

Berühmt wurde die Walpurgis übrigens durch Johann Wolfgang von Goethes Theaterstück „Faust“.

• Die 1901 eingeweihte und im altgermanischen Stil errichtete Walpurgishalle steht unweit der Bergstation der Seilbahn. Über dem Eingang ist der Kopf des Gottes Odin (Wotan) angebracht. Er opferte ein Auge, um aus dem Brunnen der Weisheit zu trinken und dann in die Zukunft zu sehen. Fünf große Gemälde zeigen Szenen aus der Walpurgisnacht nach Goethes „Faust“. Im Eingangsbereich steht ein uralter Opferstein aus Granit. Dieser altheilige Stein mit einer eingemeißelten Svastika, dem glücksverheißenden Sonnensymbol, wurde 1901 mit einer Bronzeaxt unweit von hier entdeckt.

• Einst sollte von der Bode am Bodetor vorbei eine alte Steintreppe zum Hexentanzplatz geführt haben. Der aus Thale stammende Theodor Nolte beschreibt die Hexentreppe im 19. Jh. und meint, sie müsste schon mehrere hundert Jahre alt sein. Sie hatte mehr als 1000 Stufen. In sehr alten Zeiten führte die Hexentreppe einst zum Kultplatz Hexentanzplatz, ähnlich wie am Wurmberg. Später mussten die Wirte vom Waldkater und Hexentanzplatz die ersten bzw. letzten 300 Stufen pflegen und erhalten. Theodor Fontane ist noch im Jahr 1868 über die Hexentreppe zum Hexentanzplatz gewandert.

»Walpurgis, ein altgermanisches Fest , wo das Ende der kalten und der Beginn der warmen Jahreszeit gleichermaßen begrüßt wurde.

• Viele folkloristische und mythologischen Werke enthalten unerschöpfliches Material zu den Vorgängen uralter Zeiten, den Gebräuchen unserer Urahnen. Man muss sich nur auf die Suche machen.

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Zu empfehlen sei das Buch, die „Sonnenheiligtümer und andere Kultstätten im Nordharz“ von Werner Körner

weitere Quellen:

– WERKE WERNER KÖRNERS (Auswahl) Sagensammler & Heimatforscher (Karten und Textpassagen)

– Altgermanische Religionsgeschichte Axel Olrik Edward Schröder (1910)

– Zweitschrift Journal /Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins

– Der geografische Atlas de Ptolemaios

Die Bilder in der Fotogalerie stammen aus dem Familienalbum und von gesammelten Ansichtskarten.

Quelle: Facebook

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