Unternehmen Barbarossa
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Der Bericht ist mir per Netzfund in die Finger gekommen. Er soll nicht zur Kriegs-Verherrlichung dienen, sondern zur historischen Wahrheitsfindung. Die eigentlichen Geldgeber haben immer beide Seiten mit Waffen versorgt.

Die Sowjetunion hielt sich nicht an die deutsch-sowjetischen Vereinbarungen und wurde zu einer zunehmenden Bedrohung für Deutschland. So hatte die sowjetische Regierung dem Reichsminister des Auswärtigen Joachim von Ribbentrop bei Abgrenzung der Interessensphären gemäß Geheimem Zusatzprotokoll des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes erklärt, dass sie mit Ausnahme der sich damals in einem Zustand der Zersetzung befindlichen Gebiete des ehemaligen polnischen Staates nicht die Absicht habe, die in ihrer Interessensphäre liegenden Staaten zu besetzen, zu bolschewisieren oder zu annektieren. Die Betrachtung der nun folgenden Ereignisse zeigte jedoch, dass die Politik der Sowjetunion in Wahrheit beabsichtigte, die militärische Macht Moskaus in dem Raum zwischen Eismeer und Schwarzem Meerüberall, wo es ihr möglich erschien, nach Westen vorzuschieben und die Bolschewisierung weiter nach Europa hineinzutragen. Dementsprechend bedeuteten beispielsweise der sowjetische Überfall auf Finnland vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940 und der Angriff auf das östliche Staatsgebiet Rumäniens mit der Besetzung Bessarabiens am 28. Juni 1940 eine zunehmende, für die Reichsregierung nicht hinnehmbare Bedrohung deutscher Interessen.
Stalin hatte lange vor dem Einmarsch der Deutschen Truppen die größte Invasionsarmee der Welt an der Grenze aufgestellt und war zum Angriff auf Europa fest entschlossen. Die Weichenstellung zur Konfrontation erfolgte im November 1940, als Außenminister Wjatscheslaw Molotow in Berlin weilte und unverblümt die sowjetischen Forderungen präsentierte: Gewinnung Finnlands und der restlichen Bukowina, Einbeziehung Bulgariens in die eigene „Sicherheitszone“ und Errichtung von Stützpunkten auf den Dardanellen. Außerdem meldete er Interesse an Ungarn, Jugoslawien, Griechenland, dem deutsch besetzten Teil Polens und an der freien Durchfahrt durch die Ostseeausgänge an. Da er sogar das geheime Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 für obsolet erklärte, entstand bei Adolf Hitler der zwingende Eindruck, bei Erfüllung der Forderungen unausweichlich in die Abhängigkeit von Josef Stalin zu geraten. Mit dieser Aussicht konnte sich ein Staat, der um seine Großmachtstellung kämpfte, nicht abfinden. Es handelte sich also beim deutschen Angriff keineswegs um einen „Überfall“, und man war nicht mehr an das geheime Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 samt der Interessengrenze zwischen beiden Staaten gebunden, da Molotow dieses Protokoll als hinfällig bezeichnet hatte. Obendrein hatte die Sowjetunion diese Interessengrenze durch die Besetzung der Nordbukowina im Juni 1940 selbst verletzt.
Nachdem Hitler den immer anmaßender werdenden sowjetischen Forderungen auf territoriale Zugeständnisse in Europa entgegengetreten war, führte die UdSSR im Sommer 1940 die Kriegswirtschaft ein, indem sie u. a. durch die Verordnung vom 26. Juni 1940 den achtstündigen Arbeitstag und die siebentägige Arbeitswoche verbindlich vorschrieb. Die Sowjetpresse, das Radio, die Lehrer, die Wanderredner und Gewerkschafts-, Jugendverbands- und Parteifunktionäre trichterten der Bevölkerung in unzähligen Versammlungen ein, dass die seit Jahren vorbereitete „kapitalistische“ Attacke gegen die Sowjetunion unmittelbar bevorstehe. Der US-amerikanische Ingenieur John Scott Nearing, der selbst bis 1942 in der Sowjetunion arbeitete und als OSS-Agent tätig war, beschrieb die russische Aufrüstung vor dem Krieg wie folgt:
„Das russische Verteidigungsbudget wurde fast in jedem Jahr verdoppelt. Unendliche Reserven an Kriegsmaterial, Maschinen,Brennstoffen, Lebensmitteln und Vorräten wurden aufgespeichert. Die Rote Armee wurde von rund zwei Millionen Mann im Jahre 1938 auf 6,5 Millionen bis zum Frühjahr 1941 verstärkt.“
Schon Anfang 1940 waren 150 Divisionen in den westlichen Wehrbezirken aufmarschiert, davon in den früheren polnischen Ostgebieten etwa 100 Divisionen gegenüber 6 deutschen. Ende März 1941 wurden 500.000 Reservisten mobilisiert und in die grenznahen Wehrbezirke verlegt, diesen folgten weitere 300.000 Fachkräfte aus der Reserve. Damit wurde die Rote Armee in den Grenzgebieten kurz vor dem Krieg mit zusätzlichen 800.000 Mann verstärkt. General Schukow bestätigte später auch den Aufmarsch von 170 Divisionen und zwei Brigaden in den grenznahen Bezirken. Die sowjetischen militärischen Vorbereitungen nahmen ein Ausmaß an, dass der Deutsche Chef des Generalstabs, Halder, laut Tagebucheintrag vom 6. und 7. April 1941 einen sowjetischen Angriff in Kürze für möglich hielt.
Die Befürchtungen der deutschen Führung und insbesondere Hitlers, die Sowjetunion werde 1941 oder spätestens 1942 das Deutsche Reich angreifen, war, wie wir heute wissen, keineswegs aus der Luft gegriffen. 1991–93 wurden in Moskau Dokumente des sowjetischen Generalstabes über seine Operationsplanungen in den Jahren 1940/41 veröffentlicht. Bereits am 18. September 1940 legten der Volkskommissar für die Verteidigung der UdSSR, Marschall Timoschenko, und Generalstabschef Merezkow, Stalin einen Operationsentwurf vor, der eine Offensive der Roten Armee aus der Westukraine quer durch Südpolen nach Schlesien vorsah, um Deutschland von den rumänischen Ölquellen abzuschneiden. Gleichzeitig sollten die deutschen Kräfte im Raum Lublin – Warschau durch einen Zangenangriff aus der Westukraine und aus Westweißrußland heraus vernichtet werden. Dieser Plan wurde von Stalin gebilligt; ihm wurde eine überarbeitete und erweiterte Fassung im Mai 1940 von Timoschenko und Armeegeneral Schukow vorgelegt. Der Aufmarsch der Roten Armee im Frühjahr 1941 orientierte sich exakt nach diesen Plänen. Das bedeutet, dass das Unternehmen „Barbarossa“, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion, den Charakter eines Präventivkrieges hatte. Man kann deshalb argumentieren, es sei letztlich der Deutschen Wehrmacht zu verdanken, dass Westeuropa die ökonomischen Verwüstungen und seelischen Deformationen jahrzehntelanger kommunistischer Herrschaft erspart geblieben sind.
„Bedrohlichkeit des russischen Aufmarsches läßt weiteres Zögern nicht zu.“ – Im Kriegstagebuch des OKW in einer Kurznotiz am 19. Juni 1941
Durch geheimdienstliche Mittel wusste Deutschland von diesem Plan ab Anfang des Jahres 1941 ganz konkret. Bereits zuvor war die aggressive Sowjetunion wortbrüchig gegenüber Deutschland geworden. Nur durch die offensive Aufstellung der Roten Armee als Angriffsarmee war es der Deutschen Wehrmacht möglich, das sowjetische Territorium in den ersten Kriegstagen zu überrennen.
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wurde bei sowjetischen Soldaten ein verbreitetes Wörterbuch gefunden, in dem Fragen und Aussagen auch für der deutschen Sprache Unkundige in kyrillisch abgedruckt waren. Es brauchte nur die kyrillische Lautschrift nachgelesen werden. Die Fragen waren so bezeichnend wie: „Wo ist hier der nächste Flugplatz“, „welcher Fluß ist dies“, „sofort alle Waffen auf den Marktplatz schaffen“, „gibt es in der Nähe Befestigungen“ usw. Nicht gerade ein Indiz für eine völlig ahnungslos „überfallene“ Armee. Der Druck und die Verteilung der Wörterbücher dürften sicher zuvor einige Wochen in Anspruch genommen haben.
Die Prawda vom 22. Juni 1989 gestand ein, dass die Zahl der Rotarmisten an der sowjetischen Aufmarschlinie im Westen „fast doppelt so hoch war, wie die der Gegner.“
Der russische Oberst Dr. Walerij Danilow hat im Heft 1/1993 der „Österreichischen Militärischen Zeitschrift“ den strategischen Aufmarschplan veröffentlicht, den General Wassilewski verfaßt hatte und der, unterzeichnet vom damaligen Volkskommissar für Verteidigung, Marschall Timoschenko und dem Chef des Generalstabes, Schukow, Stalin im Mai 1941 vorgelegt worden war. Wie es die Praxis des Jahres 1941 gezeigt hat, erfolgte der Aufmarsch tatsächlich exakt nach diesem Dokument. Es war eine reine Angriffsaufstellung. Dies geht auch aus zahlreichen Memoiren führender Militärs aus dieser Zeit hervor.
Viktor Suworow kommt in seinem Buch „Der Eisbrecher“ zu dem Ergebnis, dass der Tag, an dem Stalins Invasion Europas beginnen sollte, mit hoher Wahrscheinlichkeit der 6. Juli 1941 gewesen sein soll. Der Deckname des geplanten Angriffskrieges lautete „Gewitter“.
Obwohl die Präventivkriegsthese weltweit aufgegriffen, diskutiert und Gegenstand von Forschungen ist, gilt das Unternehmen Barbarossa in der bundesdeutschen Geschichtsschreibung weiterhin als ein angeblicher „rassenideologischer Vernichtungskrieg“, bei dem Lebensraum im Osten für die Arterhaltung erobert werden sollte.
Zentraler Anklagepunkt gegen Deutschland ist der Vorwurf eines „rassenideologischen Vernichtungskrieges“ gegen die Sowjetunion. Dieser Begriff wurde allerdings erst in den 60er Jahren durch den BRD-Historiker Andreas Hillgruber geprägt, in den zeitgenössischen Dokumenten existiert nichts dergleichen, diese zeigen vielmehr, dass der Feldzug gegen die Sowjetunion von der deutschen Führung aus einem Bündel realpolitischer Motive heraus geplant wurde:
●Die Kenntnis der aggressiven außenpolitischen Doktrin Moskaus und des gewaltigen Rüstungsprogramms der 30er und frühen 40er Jahre.
●Die Notwendigkeit, die für die deutsche Wehrwirtschaft lebenswichtigen Ölquellen in Rumänien und Nickelgruben in Finnland vor dem drohenden Zugriff Moskaus oder Angriffen der sowjetischen Luftstreitkräfte zu schützen.
●Das Scheitern der Verhandlungen mit dem sowjetischen Volkskommissar Molotow in Berlin im November 1940, Hitler hatte einen neuen Interessenausgleich zwischen dem Reich und der Sowjetunion vorgeschlagen, aber Molotow hatte abgelehnt und statt dessen Ansprüche auf Skandinavien und den Balkan angemeldet.
●Die Unverläßlichkeit Rußlands als Bündnispartner. Stalin hatte nicht nur mit Hitler einen Pakt geschlossen, sondern auch mit anderen europäischen Staaten und diese gebrochen.
●Die Kenntnis des zunehmend bedrohlicher werdenden Aufmarsches der Roten Armee ab März/April 1941.

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