Wer oder was sind die indigenen Völker?
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Das verlorene Volk

Wer oder was sind die indigenen Völker?

Es sind Völker, die in einer Region historisch verwurzelt sind, – lange bevor andere Gruppen oder Kolonialmächte kamen -, und ihre eigene (Stammes) Kultur, Traditionen und Sprachen pflegen und bewahren. Es sind Gemeinschaften, die eine tiefe historische, kulturelle und sprachliche Verbindung zu einer bestimmten Region haben, bevor „ANDERE“ dort dominant wurden oder Staatsgrenzen erzwungen wurden.

» Indigen = „geboren“ oder „einheimisch“.

Für mich ist dieser Beitrag zugleich eine Überleitung (Beitrag folgt zum Ende der Woche) zu der einsetzenden völkerrechtswidrigen Vertreibung, als der große Flüchtlingsstrom der Bevölkerung des deutschen Ostens am 16. Oktober 1944 Richtung Westen seinen Anfang nahm.

In der vergangenen Woche berichteten einige über den „Pfad der Tränen“ – die grauenhafte Vertreibung nordamerikanischer Ureinwohner.

Wir sollten uns immer bewusst darüber sein: Die Völker dieser Welt, die eng mit ihrer Heimat verwurzelt waren, tragen ein gemeinsames Schicksal.

Denn da gibt es eine Gruppe von „Menschen“: » Zuerst zerstörten sie die Stämme, dann die Sippen und schließlich den Kern dieser, , denn sie wissen genau, dass der Alleinige gegenüber den Hinterhältigen wehrlos ist.

Rückblick: US-Präsident Andrew Jackson unterschrieb das Gesetz im Jahr 1830, um das Land der Ureinwohner für andere Siedler zu beanspruchen.

Im Oktober 1838 brach der Hauptteil der zwangsweise deportierten Cherokee (etwa 13.000 Menschen) zu Fuß, zu Pferd oder in Planwagen zu einem über 1.200 Kilometer langen Marsch vom US-Südosten in das heutige Oklahoma auf. Tausende starben an Kälte, Hunger und Krankheiten

Cherokee, Choctaw, Creek, Chickasaw und Seminolen – wurden deportiert. Es war ein grauenvoller Vorgang, der nie wirklich geendet hat.

An dieser Stelle schwenken wir um in die Gegenwart. Denn die Gewalt gegen die Einheimischen hat nie aufgehört, und die Absicht diese Menschen aus ihrer ursprünglichen Heimat zu vertreiben oder ihnen irgendwie anders das Leben so schwer zu machen, war zu keiner Zeit rückläufig. Im Gegenteil: Die Gewalt gegen die Völker nimmt zu! Dabei sind doch gerade diese Völker die besten Hüter der Natur.

Brasilien /Kolumbien in der Gegenwart:

Auf 20 indigenen Gebieten, in denen 45 registrierte unberührte (frei von fremden Kontakten) Gruppen leben, kam es 2025 zu Übergriffen und Sachbeschädigung.

Mehrere bewaffnete Gruppen kämpfen zum Beispiel um die Kontrolle über das Nukak-Territorium in Kolumbien. Manche Familien sind bereits geflohen. Andere sitzen im Reservat fest – aus Angst, erschossen zu werden, sobald sie sich auf die Suche nach Essen begeben.

Zwangsmissioniert, unterworfen und versklavt: Einheimische Völker wie Indianer, Samis, Inuits/ Eskimos, Pintupi (Australien) leiden unter Abholzung, Landraub, Umsiedlung sowie unter undurchsichtigen Gesetzen und Auflagen voller Willkür.

Menschen des Waldes ohne Wald!

Ehuana Yaira Yanomami vom Stamm der Yanomami sagte einst „Obwohl ihr viele Häuser habt, lebt ihr abgeschottet – Für uns wirkt ihr traurig!“

Die Yanomami und viele andere indigene Völker sehen in unserer „fortschrittlichen“ Welt vor allem eines – Einsamkeit, Rückzug und Traurigkeit.

Was oft vergessen wird: Auch wir sind Einheimische (indigene), denn auch die Stämme unseres Volkes wurden vertrieben und aus ihren natürlichen, ursprünglichen Verhältnissen gerissen und die Menschen ihrer Heimat beraubt. Ein anhaltender Prozess, bis in die Gegenwart hinein. Unsere Vorfahren waren über Jahrhunderte hinweg in einer Region ansässig“ und prägten mit ihrer Sprache (Dialekt) und Kultur ihre traditionellen Siedlungsgebiete.

Wir alle sind wie Vögel mit einem gebrochenen Flügel und wir wurden zu Sklaven gemacht.

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Es war einmal, ein Landstrich in Brasilien: Hier herrschte Unschuld, hier war offenbar Freiheit, sogar Freiheit vom Fluch der Erbsünde. Die Indianer, so hatte es in den ersten Berichten geheißen, kannten weder Verbrechen noch Strafen. Sie hatten keine Henker oder Folterknechte, keine Armen. Sie behandelten einander, ihre Kinder, selbst ihre Tiere mit ständiger Liebe. (so geht es aus einem Brief Caminhas hervor, der zwei Jahrhunderte später den französischen Philosophen Voltaire ermutigte, seine Theorie vom edlen „Wilden“ zu formulieren.

Am 22. April 1500 landete dort, an der Küste Brasiliens, eine Flotte des portugiesischen Ostindien-Fahrers Pedro Alvares Cabral. Von den Indianern wurden diese Leute freundlich aufgenommen.

Doch sollten sie Opfer einer Entwicklung werden, die sich der Kontrolle ihrer bewundernden Gäste entzog. Denn Spanien und Portugal waren zu Parasiten-Nationen geworden und kamen nicht mit guten Absichten.

Die Eingeborenen spendeten mit Anmut und Grazie, während die Eindringlinge alle Geschenke gierig an sich rissen. Als es nichts mehr zu schenken gab, folgten Sklaverei und Mord.

Wer von den Plantagen floh, endete oft in den Reservaten der Jesuiten — religiösen Konzentrationslagern, in denen schon geringfügige Vergehen mit schrecklichen Züchtigungen oder Gefängnisstrafen geahndet wurden. Der Jesuiten-Missionar José de Anchieta kommentierte: »Schwert und Eisenstab sind die besten Mittel der Predigt.«

Über das Tempo des Ausrottungsprozesses lassen sich nur äußerst grobe Schätzungen anstellen. In einem Punkt stimmen die Berichte überein: Als die Spanier und Portugiesen in Brasilien auftauchten, hatten sie eine große und lebenssprühende Bevölkerung vorgefunden. Man nimmt an, dass es damals drei bis sechs Millionen Indianer gegeben hat.

Der spanische Dominikanermönch de Las Casas (1474 bis 1566) hatte die Folgen der blutigen Eroberung Kubas durch die Spanier 1511 erlebt und war zum schärfsten Gegner der Indianerausrottung geworden; durch seine unermüdlichen Proteste setzte er die Aufhebung der Indianersklaverei durch, wurde jedoch später durch Intrigen der Kolonialverwaltung und des eigenen Klerus aus Lateinamerika vertrieben.

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Im Kommentar findet ihr unter einem Beitrag sämtliche bis hierhin erstellte Beiträge zum Thema der „Einheimischen“ und zum Los der Urvölker.

Die darin aufgeführte Schlacht am Little Big Horn ist ein Beitrag, der stellvertretend für alle indigenen Völker dieser Welt steht, die man immer wieder versucht hat, auszurotten, um all das Gute und Wahrhafte auszulöschen.

Die Engländer (bzw. Briten) legten als Kolonialmacht den Grundstein, während die USA im 19. Jahrhundert die endgültige Vernichtung und Vertreibung durchführten.

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Noch eine allgemeine Anmerkung: Da immer wieder die Rede davon ist, dass es die „Weißen“ sind, die die Schuld an dem tragen. Das ist natürlich Unfug und „nachgeplappert“. Es war stets eine bestimmte Gruppe von Menschen, die auszog, das Unheil zu bringen, ganz gleich welcher „Hautfarbe“.

Ich denke da unter anderem auch an einen US-amerikanischen Präsidenten, der nun mal kein „Weißer“ war, aber gleich mehrere Kriege befürwortet hat. Über zwei volle Amtszeiten hinweg wurde Krieg geführt. Hierzu gehören das fortgesetzte Blutvergießen in Afghanistan und im Irak, die Bombardierung Libyens, der sechsjährige Krieg für einen Regimewechsel in Syrien und die Unterstützung für die Zerstörung des Jemen unter Führung Saudi-Arabiens.

@Klara Undine Fall

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